Die Nana Benz: Die Königinnen des afrikanischen Waxstoffs
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In diesem März, der der Feier der Frauen gewidmet ist, beleuchten wir diejenigen, die die Geschichte des Wax verändert haben. Frauen mit dem Ehrgeiz, erfolgreich zu sein, deren Kühnheit die Textilindustrie transformiert hat: die Nana Benz.
Ursprünge und Aufstieg: Von den Märkten Lomees zu den holländischen Fabriken
Wie wir dank des Podcasts von France Culture wissen, stammt Wax ursprünglich aus Indonesien. Dieser reiche Stoff hat jedoch eine weite Reise hinter sich, bevor er in die Hände der ehrgeizigen Frauen gelangte, die wir kennen. Die Niederländer hatten eine gewisse Exklusivität und produzierten ihn in großen Mengen, bevor sie ihn über Zwischenhändler in Afrika verkauften.
In den 1940er- und 1950er-Jahren verhandelten visionäre Frauen aus Aného im Süden Togos Exklusivverträge mit europäischen Herstellern wie Vlisco und Arnold Brunnschweiler & Company, wodurch sie Zwischenhändler umgingen, um die Lieferkette zu kontrollieren.
Ihr Spitzname „Nana Benz“ leitet sich von dem liebevollen Begriff „Nana“ (Mutter) in der Mina-Sprache und den Mercedes-Benz ab, dem Symbol ihres Erfolgs.
Machtstrategien: Monopole und sprechende Motive
Dank ihrer Verhandlungsmacht stiegen sie in den Machtstrukturen auf und konnten die Exklusivrechte für bestimmte Muster erlangen. Sie waren nicht nur überaus kompetente Geschäftsfrauen, sondern auch großartige Designerinnen. Tatsächlich erfanden sie auch aussagekräftige Namen für ihre Stoffe, wie „Das Auge meiner Rivalin“ oder „Mein Mann ist fähig“, die soziale Botschaften über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen widerspiegelten.
Kultureller und politischer Einfluss: Feministische Ikonen
Über den Handel hinaus brachen die Nana Benz mit den Codes einer patriarchalen Gesellschaft. Ihr wirtschaftlicher Erfolg ermöglichte es ihnen, politische Parteien zu finanzieren und die Unabhängigkeit Togos zu unterstützen.
Ihr luxuriöser Lebensstil – Villen, Auslandsstudien für ihre Kinder, Geschäftsreisen – inspirierte Generationen von Frauen, ihre Autonomie einzufordern. Diese Frauen sind eine echte Inspirationsquelle für die Frauen von gestern, heute und morgen.
Maman Creppy: Eine lebende Legende
Als emblematische Figur verkörperte Dédé Rose Gamélé Creppy diese Epoche. Im Jahr 2023 im Alter von 89 Jahren verstorben, hat sie ihr Wissen an ihre Tochter Yvette Sivomey weitergegeben, die heute Partnerin von Vlisco ist. Ihr Werdegang, vom Perlenhandel zur Millionärin, symbolisiert die Widerstandsfähigkeit und strategische Intelligenz der Nana Benz.
Ein zeitloses Vorbild
Die Nana Benz sind nicht nur Händlerinnen; sie sind Pionierinnen der weiblichen Emanzipation in Afrika. Ihr Werdegang verdeutlicht die Bedeutung von Kühnheit, Solidarität und Kultur für den Erfolg.
Heute führen unternehmerische Initiativen wie unsere Marke, WaxBazaar, dieses Erbe fort.
„Eine Nana Benz ist eine Frau, die Togo und Afrika durch ihren unermüdlichen Einsatz geholfen hat“ – Dédé Rose Creppy